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Der Protest und der Widerstand gegen den imperialen Krieg einer
von den USA und Großbritannien geführten Koalition von Kriegsverbrechern geht weiter – muss weiter gehen.
Kein Frieden mit der US/GB-Kriegspolitik!
Informiert Euch über die Hintergründe und die weltweiten Protestaktionen
z.B. bei Indymedia.
Millionen gegen den Kriegsbeginn - Proteste und Widerstand
In der BRD folgten mehrere hunderttausend KriegsgegnerInnen den Aufrufen. In 42 größeren und
zahlreichen kleineren Städten im ganzen Land kam es zu Kundgebungen oder anderen Aktionen. Mehr als 150.000 Menschen nahmen an den Protesten teil. Die größte Kundgebung gab es wieder in Berlin,
wo sich am Sonnabend etwa 50.000 KriegsgegnerInnen versammelten. Auch in Nürnberg, Köln, Hamburg und Stuttgart gingen Zehntausende auf die Straße. In Stuttgart kam es bei einer
Demonstration vor der europäischen Kommandozentrale der US-Streitkräfte zu vereinzelten Rangeleien mit der Polizei.
In Spanien, dessen Regierung ebenfalls den Krieg gegen Irak unterstützt, haben am Wochenende erneut knapp eine
Million Menschen gegen den Irak-Krieg demonstriert. Dabei kam es in Madrid am Sonnabend zu teilweise schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Gummigeschosse ein. 60 Menschen
wurden verletzt. In Barcelona demonstrierten eine halbe Million Menschen.
In London haben am Sonnabend nach Polizeiangaben knapp
100.000 Menschen gegen den Irak-Krieg demonstriert. Die Veranstalter sprachen von rund 150.000 TeilnehmerInnen. Unter ihnen waren auch Abgeordnete der Labour-Partei von
Premier Tony Blair. Auf Transparenten wurde ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen und der Rücktritt von Blair gefordert. KriegsgegnerInnen versammelten sich vor dem
US-Stützpunkt Harrogate und dem britischen Militärflugplatz Fairford. In zahlreichen anderen britischen Städten fanden ebenfalls Proteste statt, insgesamt mit über 350.000 Menschen.
In Wien versammelten sich am Sonnabend zehntausende Demonstranten. Während die Veranstalter
die Teilnehmerzahl auf 50 000 schätzten, ging die Polizei von halb so vielen aus. Massenkundgebungen von KriegsgegnerInnen gab es auch in Paris, Lissabon, Helsinki und Brüssel.
Auch in Warschau und Sarajevo gingen KriegsgegnerInnen auf die Straße.
In Sydney, Australiens größter Stadt, gingen am Samstag 50.000 und am Sonntag 20.000
Kriegsgegner auf die Straße. Hauptforderung war das sofortige Ende der australischen Beteiligung an der Irak-Invasion. Die stand im benachbarten Neuseeland ebenfalls im Mittelpunkt der Kritik.
Berichte über Proteste gab es auch aus Vietnam, Malaysia, Hongkong, Pakistan, Bangladesch,
Neu-Delhi, Afghanistan, Taiwan und Indonesien. Besonders aus Südafrika berichtet das dortige unabhängige Medienzentrum über größere und kleinere Aktionen in zahlreichen Städten. In Simbabwe
hatten Gewerkschaften zu einem Proteststreik aufgerufen.
Die Protestbewegung gegen den Irak-Krieg ist in der ägyptischen Hauptstadt mittlerweile so groß und
entschieden, dass sich die Regierung gezwungen sah, das bestehende Demonstrationsverbot außer Kraft zu setzen. In Anbetracht »der Abneigung des Volkes« gegen den Irak-Krieg sollten »friedliche
Kundgebungen« erlaubt werden. Wie im Jemen kam es auch in Bahrain bei einer Antikriegsdemonstration vor der US-Botschaft zu schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei
und mehreren tausend Demonstranten. Die Polizei setzte nach Angaben von Augenzeugen Tränengas und gummiummantelte Stahlgeschosse ein, um die Protestierenden am Vordringen zum
Botschaftsgebäude zu hindern. Die Proteste dauern bereits seit Freitag an.
Über zum Teil brutales Vorgehen der Polizei wird auch aus einigen US-Städten berichtet. Insgesamt
sind in den USA seit dem Ausbruch des Krieges bereits mehrere tausend Kriegsgegner bei Protesten festgenommen worden. Die größte US-Demonstration gab es mit mehreren 100.000 Teilnehmern in
New York, Proteste fanden allerdings auch in Dutzenden weiteren Städten statt. In den USA sollten die Aktionen gegen den Krieg am Sonntag abend fortgesetzt werden, unter anderem am Ort der Oscar-Verleihung.
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