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Protest + Widerstand

Hier wird über aktuelle oder vergangene Protest- und Widerstandsaktionen gegen die Kriegs- und Globalisierungspläne berichtet.

Proteste zum 2. Jahrestag des Irakkriegs

In Europa und den USA haben am 19./20.03.2005 zehntausende Menschen gegen den Irakkrieg und die amerikanische Regierung protestiert. Zwei Jahre nach Beginn der US-geführten Invasion im Irak forderten die Demonstranten einen Abzug der ausländischen Truppen aus dem Land. Die größte Kundgebung fand in London statt, nach Angaben der Organisatoren zogen 100.000 Menschen vom Hyde Park vorbei an der amerikanischen Botschaft zum Trafalgar Square. Die Demonstranten riefen: "George Bush und Uncle Sam - Irak wird euer Vietnam." Der Vorsitzende einer Antikriegskoalition, Andrew Murray, sagte, der Krieg sei eine "ungesetzliche und unnötige Aggression" gewesen. In Rom versammelten sich am Samstag mehrere zehntausend Menschen. In Istanbul zogen 15.000 Menschen durch die Stadt und forderten den Rückzug der USA aus dem Irak. "Mörder Bush, raus!" hieß es. In Kopenhagen demonstrierten 5.000 Menschen vor dem Außenministerium, in Stockholm versammelten sich 300 und protestierten gegen den US-Militäreinsatz im Irak.

In über 700 Städten in den USA kam es zu kleineren oder größeren Protesten. In New York zog eine Gruppe Demonstranten mit in US-Flaggen gehüllten Särgen über die 42. Straße. Sie forderten, die amerikanischen Soldaten sofort nach Hause zu holen.

 

Der Protest und der Widerstand gegen den imperialen Krieg einer von den USA und Großbritannien geführten Koalition von Kriegsverbrechern geht weiter – muss weiter gehen.

Kein Frieden mit der US/GB-Kriegspolitik!

 Informiert Euch über die Hintergründe und die weltweiten Protestaktionen z.B. bei Indymedia.

 

                                                

Millionen gegen den Kriegsbeginn - Proteste und Widerstand

In der BRD folgten mehrere hunderttausend KriegsgegnerInnen den Aufrufen. In 42 größeren und zahlreichen kleineren Städten im ganzen Land kam es zu Kundgebungen oder anderen Aktionen. Mehr als 150.000 Menschen nahmen an den Protesten teil. Die größte Kundgebung gab es wieder in Berlin, wo sich am Sonnabend etwa 50.000 KriegsgegnerInnen versammelten. Auch in Nürnberg, Köln, Hamburg und Stuttgart gingen Zehntausende auf die Straße. In Stuttgart kam es bei einer Demonstration vor der europäischen Kommandozentrale der US-Streitkräfte zu vereinzelten Rangeleien mit der Polizei.

 In Spanien, dessen Regierung ebenfalls den Krieg gegen Irak unterstützt, haben am Wochenende erneut knapp eine Million Menschen gegen den Irak-Krieg demonstriert. Dabei kam es in Madrid am Sonnabend zu teilweise schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Gummigeschosse ein. 60 Menschen wurden verletzt. In Barcelona demonstrierten eine halbe Million Menschen.

 In London haben am Sonnabend nach Polizeiangaben knapp 100.000 Menschen gegen den Irak-Krieg demonstriert. Die Veranstalter sprachen von rund 150.000 TeilnehmerInnen. Unter ihnen waren auch Abgeordnete der Labour-Partei von Premier Tony Blair. Auf Transparenten wurde ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen und der Rücktritt von Blair gefordert. KriegsgegnerInnen versammelten sich vor dem US-Stützpunkt Harrogate und dem britischen Militärflugplatz Fairford. In zahlreichen anderen britischen Städten fanden ebenfalls Proteste statt, insgesamt mit über 350.000 Menschen.

 In Wien versammelten sich am Sonnabend zehntausende Demonstranten. Während die Veranstalter die Teilnehmerzahl auf 50 000 schätzten, ging die Polizei von halb so vielen aus. Massenkundgebungen von KriegsgegnerInnen gab es auch in Paris, Lissabon, Helsinki und Brüssel. Auch in Warschau und Sarajevo gingen KriegsgegnerInnen auf die Straße.

In Sydney, Australiens größter Stadt, gingen am Samstag 50.000 und am Sonntag 20.000 Kriegsgegner auf die Straße. Hauptforderung war das sofortige Ende der australischen Beteiligung an der Irak-Invasion. Die stand im benachbarten Neuseeland ebenfalls im Mittelpunkt der Kritik.

Berichte über Proteste gab es auch aus Vietnam, Malaysia, Hongkong, Pakistan, Bangladesch, Neu-Delhi, Afghanistan, Taiwan und Indonesien. Besonders aus Südafrika berichtet das dortige unabhängige Medienzentrum über größere und kleinere Aktionen in zahlreichen Städten. In Simbabwe hatten Gewerkschaften zu einem Proteststreik aufgerufen.

Die Protestbewegung gegen den Irak-Krieg ist in der ägyptischen Hauptstadt mittlerweile so groß und entschieden, dass sich die Regierung gezwungen sah, das bestehende Demonstrationsverbot außer Kraft zu setzen. In Anbetracht »der Abneigung des Volkes« gegen den Irak-Krieg sollten »friedliche Kundgebungen« erlaubt werden. Wie im Jemen kam es auch in Bahrain bei einer Antikriegsdemonstration vor der US-Botschaft zu schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei und mehreren tausend Demonstranten. Die Polizei setzte nach Angaben von Augenzeugen Tränengas und gummiummantelte Stahlgeschosse ein, um die Protestierenden am Vordringen zum Botschaftsgebäude zu hindern. Die Proteste dauern bereits seit Freitag an.

Über zum Teil brutales Vorgehen der Polizei wird auch aus einigen US-Städten berichtet. Insgesamt sind in den USA seit dem Ausbruch des Krieges bereits mehrere tausend Kriegsgegner bei Protesten festgenommen worden. Die größte US-Demonstration gab es mit mehreren 100.000 Teilnehmern in New York, Proteste fanden allerdings auch in Dutzenden weiteren Städten statt. In den USA sollten die Aktionen gegen den Krieg am Sonntag abend fortgesetzt werden, unter anderem am Ort der Oscar-Verleihung.